Karussell (Band)

von Ulrich Kaiser

Die Leipziger Band Karussell ging 1976 aus der Amateurformation Fusion und Mitgliedern der Klaus-Renft-Combo hervor. Die Gründungsmitglieder der Band waren:

  • Peter Gläser (ges, git/ehem. Renft)
  • Lutz Kirsten (ges, git)
  • Reinhard Huth (git)
  • Wolf-Rüdiger Raschke (keyb)
  • Bernd Schumacher (sax, fl)
  • Claus Winter (E-Bass)
  • Jochen Hohl (drums/ehem. Ranft)

Die bekanntesten Titel der Band, die zu den beliebtesten Pop-/Rockformationen der DDR gehörten waren Als ich fortging (1987), Wer die Rose ehrt (1980, Titel von Renft), Ehrlich will ich bleiben (1979) und Autostop (1979).
1978 wurde die Band Karussell Dank aufgrund eines Fördervertrags mit dem Zentralrat der FDJ und der Konzert- und Gastspieldirektion Berlin (KGD) zur Berufsformation anerkannt und und nahm an dem im Rahmen der Initiative Rhythmus staatlichen Komitees für Unterhaltungskunst in der DDR am »Rhythmus 78«-Festival teil. Nach der Wende löste sich die Band 1991 auf, 2007 gab es eine − angeblich durch den Sohn von Wolf-Rüdiger Raschke − initiierte Reunion. Karussell hatte eine sehr hohe Fluktuation der Mitglieder, konnte aber mit allen Besetzungen sehr erfolgreiche Songs veröffentlichen. Zwei Mitglieder der Band, Peter Gläser und Wolf-Rüdiger Raschke, waren Innoffizielle Mitarbeiter (= IM) der Staatssicherheit (Stasi), wussten jedoch gegenseitig nichts von ihrer ›inoffiziellen‹ Tätigkeit.

Alben:
  • 1979 − Entweder oder (Amiga 855 687)
  • 1980 − Das einzige Leben (Amiga 855 786)
  • 1982 − Schlaraffenberg (Amiga 855 897)
  • 1984 − Was kann ich tun (Amiga 856 058)
  • 1987 − Café Anonym (Amiga 856 290)
  • Und weitere CD's nach der Wende...

Formanalysen:

Karussell − Wenn die Hähne krähn (1980)

Karussell − Als ich fortging (1987/1996)

Karussell − Die Männer ganz oben (1996)